Was ist ein Massivhaus?

Informationen zum Haustyp "Massivhaus"

Rohbau von einem Massivhaus Stein auf SteinDer Hausbau ist entschieden und das Traumgrundstück ist auch schon ausgewählt. Was jetzt noch zu Ihrem Glück fehlt, ist natürlich das Haus. Aber nicht irgendein Haus. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Bauweisen. Soll es ein Fertighaus sein, ein Holzhaus oder doch das seit Jahrzehnten bewährte Massivhaus? Keine einfache Entscheidung, die gut überlegt werden muss.

Was bietet das Massivhaus für Vor- und Nachteile? Um Ihnen bei Ihrer Entscheidung zu helfen, finden Sie nachfolgend einige Unterschiede zu anderen Bauweisen.

Massivhaus im Überblick

Das Massivhaus ist sowas wie der Klassiker beim Hausbau, auch als „Stein-auf-Stein“ bezeichnet.

Der wohl größte Unterschied im Vergleich zu anderen Bauvarianten ist, dass ein Massivhaus – wie der Name es vermuten lässt – aus massivem Material gebaut wird. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten die Wände zu fertigen, so kann zum Beispiel Ziegel, Porenbeton oder auch Kalksandstein zum Einsatz kommen. Die Grundsubstanz muss hierbei immer ein natürlicher Stoff sein, wie zum Beispiel Kalk oder Ton.

Die Planung eines Massivhauses kann individuell auf Sie abgestimmt werden. Sie können sich hierbei jederzeit frei entfalten und Ihre Wünsche verwirklichen. Sowohl die Anpassung des Hauses an das Grundstück, als auch die Anpassung an Ihre persönliche Lebens- und Wohnsituation sind durch einen Architekten möglich. Auch spätere Veränderungen am Haus durch Änderungen der eigenen Lebenssituation sind bei Massivhäusern kein Problem. So ist ein Anbau oder ein Umbau leicht zu gestalten.

Der Wiederverkaufswert von Massivhäusern ist aktuell noch immer deutlich besser als zum Beispiel bei Fertighäusern und liegt ca. 15 % höher. Dies ist vor allem in der längeren Lebensdauer begründet.

Vorteile eines Massivhauses

Durch die Verwendung von massivem Material, wie es bei Massivhäusern verwendet wird, ist ein optimaler Schall- und Trittschutz gewährleistet. So haben Sie die Sicherheit, in Ihrem Haus ungestört zu wohnen und nicht unnötigem, oft auch ärgerlichem Lärm durch Schritte im Obergeschoss etc. ausgesetzt zu sein.

Durch dicke, naturbelassene Wände ist eine optimale Wärmespeicherung gewährleistet. Das tolle dabei ist, das die Wärme optimal in den Wänden gespeichert wird und an die Raumluft abgegeben wird. Durch die Abgabe und Absorption von Wasser bzw. Wasserdampf ist ein optimaler Austausch gewährleistet, der zu einem optimalen Raumklima führt. Sie haben immer gute Luft in Ihrem Haus und können gut durchatmen. Die Luft ist bei Massivhäusern nie trocken und somit optimal für Ihre Gesundheit.

Bei einem möglichen Hausbrand ist die massive Wand aus natürlichen Materialien eines jeden Massivhauses optimal vor Feuer geschützt. Auch bei einem möglichem Wasserschaden lassen sich die Hauswände wieder herstellen. So lassen sich Massivhäuser recht leicht nach einem möglichem Wasserschaden wieder austrocknen.

Nachteile des Massivhauses

Ein Massivhaus dauert bis zur Fertigstellung länger als zum Beispiel ein Fertighaus. So können auf den Bauherrn mehrere Monate Bauphase bis zum Einzug zukommen. Man kann von etwa sechs Monaten (ohne Keller) bzw. acht Monaten (mit Keller) Bauzeit ausgehen. Hier ist auch das Wetter entscheidend, denn schlechtes Wetter wie Nässe und Frost können zu zu einer Bauzeitverlängerung führen.

Da das Massivhaus zum größten Teil aus Naturmaterialien besteht, ist während der Bauphase zusätzlich eine lange Trockenzeit erforderlich. Trocknen Estrich und Wände nicht richtig aus, droht Schimmel. Gerade Wintermonate können aus diesem Grund zu einer Verzögerung führen, denn dort benötigt das Haus länger zum Durchtrocknen, während die Frühjahr- und Sommermonate sich für die Bau von einem Massivhaus anbieten.

Der Bau eines Massivhauses ist im Regelfall teurer als ein Fertighausbau. Dies hat damit zu tun, dass zum einen für den den Bau eines Massivhauses ein Architekt in Anspruch genommen werden muss, der vom Bauträger gestellt wird. Bauverzögerungen durch wetterbedingte Umstände können ebenfalls eine Rolle spielen und somit das Buget in die Höhe treiben.

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